Ist Erdgas eine vorteilhafte Energie?

Erdgas wird auf der ganzen Welt und auch in Deutschland sehr viel genutzt. Es wird von einer sehr großen Anzahl von Haushalten in verschiedenen Formen und für verschiedene Zwecke verbraucht. Als Ergebnis eines natürlichen Prozesses benötigt die Produktion dieses Gases Millionen (oder sogar Milliarden) von Jahren für die natürliche Umwandlung von organischem, pflanzlichem oder tierischem Material. Erdgas ist also ein Kohlenwasserstoff, genau wie Erdöl. Ist es eine zu bevorzugende Energie?

Was ist Erdgas?

Erdgas ist eine nicht-erneuerbare Energie, da seine Ressourcen auf der Erde begrenzt sind und es Millionen oder Milliarden Jahre dauert, es zu fördern. Deshalb steigt mit dem weltweiten Verbrauch von Erdgas auch dessen Preis. Achtung: Erdgas und Biogas (oder grünes Gas) haben nichts gemeinsam, außer dass sie ähnlich genutzt werden können. Sie stammen aus völlig unterschiedlichen Produktionsprozessen.

Produktion und Herkunft von Erdgas

Erdgas wird so genannt, weil es in verschiedenen Teilen der Welt auf natürliche Weise in Böden vorkommt. Es wurde über Millionen und manchmal Milliarden von Jahren produziert und dieser Prozess dauert bis heute an. Erdgas ist wie andere Kohlenwasserstoffe (Öl, Kohle etc.) ein fossiler Brennstoff. Sobald es aus dem Boden kommt, wird Erdgas importiert oder exportiert, transportiert, gespeichert und dann zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt. Manchmal kann es auch in industriellen Prozessen eingesetzt werden. Unter der Erdoberfläche befinden sich echte Gasblasen, die die Erdgaslagerstätten bilden.

Die leicht veränderliche Zusammensetzung des Erdgases

Die Zusammensetzung des Erdgases variiert zwar je nach Lagerstätte, die ausgebeutet wird, die Anteile sind jedoch immer sehr ähnlich. Dieses Gas enthält in der Regel 81 und 97 % Methan, die Hauptkomponente Gas. Methan ist selbst ein Kohlenwasserstoffgas. Darüber hinaus besteht Erdgas auch aus unterschiedlichen Mengen an Ethan, Stickstoff, Kohlendioxid und schließlich Propan.

Wussten Sie, dass Erdgas farblos und geruchlos ist? Der Geruch, den wir kennen, stammt von einem Zusatzstoff namens Ethanethiol oder Ethylmercaptan.

Erdgas, eine saubere Energie… oder umweltzerstörerisch?

Wie sieht es mit den Auswirkungen von Erdgas auf die Umwelt aus? Sie werden manchmal als positiv, manchmal als negativ angesehen. Es kommt darauf an, wie Erdgas als Heizenergie oder Strom dargestellt wird, was je nach Lobby oder Organisation, die dafür zuständig ist, unterschiedlich ist. In der Tat ist Erdgas weniger schädlich als andere Kohlenwasserstoffe wie Öl oder Kohle. Es muss jedoch betont werden, dass diese Energie eine negative Rolle beim Klimawandel spielt.

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Die verschiedenen Arten von Erdgas

Nass- und Trocken-Erdgas

Es ist wichtig, zwischen 2 Haupttypen von Erdgas zu unterscheiden: nasses oder trockenes Erdgas. Dies hängt von seiner Entstehung (und damit seiner Produktion) und dem Ort seines Vorkommens ab. Dies hat jedoch keinen wirklichen Einfluss auf seine Gewinnung, seinen Transport oder seinen Verbrauch.

Trockenes Erdgas wird aus Pflanzenresten, Gestein, Sand und verschiedenen organischen Substanzen gewonnen. Dieser Aufbau wurde durch die steigenden Temperaturen verkohlt, was zur Produktion von Torf, Braunkohle, Steinkohle und schließlich zur Erzeugung von Methan führte.

Nasses Erdgas hingegen stammt aus den Trümmern von Algen und Plankton, die über Millionen oder gar Milliarden von Jahren zu Bitumen und dann zu Öl wurden. Durch die Zersetzung des Bitumens bei hoher Temperatur und hohem Druck entstand dieses nasse Erdgas.

Stadtgas und Erdgas

Dies sind zwei sehr unterschiedliche Arten von Gas. Eine Verbindung, die im Wesentlichen aus Kohlenmonoxid und Dihydrogen besteht. Das Stadtgas wurde nach und nach durch Erdgas ersetzt, das weniger gefährlich ist. Es wurde für die Straßenbeleuchtung, zum Heizen und Kochen verwendet, aber war durch das Gift, welches es beinhaltete, ein zu hohes Energierisiko.

Der Erdgasmarkt in Frankreich

Ein monopolistischer Markt, der seit 2006 liberalisiert ist

Früher ein staatliches Monopol, ist der deutsche Gasmarkt heute liberalisiert: Seit 2006 können Sie und alle anderen frei einen Anbieter und Erdgasversorgung heraussuchen. Es gibt immer noch staatlich regulierte Gastarife, an die die Wettbewerber ihre eigenen Angebote zu Marktpreisen koppeln. Sie können also zwischen verschiedenen Preisen wählen, oft mit kleinen Unterschieden, die aber je nach Angebot erheblich sein können.
Verschiedenen Projekten und Diskussionen zufolge könnten regulierte Erdgastarife in den kommenden Jahren durchaus verschwinden, was sich positiv oder negativ auf die Marktpreise auswirken könnte. Dies bleibt jedoch schwer zu bestimmen.

Ein Land, das von Erdgasimporten abhängig ist

Die Erdgasproduktion auf deutschem Boden ist so gut wie nicht vorhanden: Sie wird im Wesentlichen importiert (98 % des in Deutschland verteilten Erdgases). Der Großteil des in Deutschland verbrauchten Erdgases wird nach Norwegen, Russland und in die Niederlande exportiert. Daher ist das Land daher sehr abhängig von seinen Handelspartnern. Erdgas wird über Pipelines (z. B. Taisnières), Terminals und andere Einspeisepunkte ins Land importiert. Deutschland hat somit wenig Einfluss auf den Erdgaspreis für Privatpersonen, da es die Förderung nicht sicherstellt. Einige Staaten, wie z.B. Russland, profitieren somit von einer großen Machtfülle, die mit ihrer Rolle in der Energie- und insbesondere der Erdgasproduktion zusammenhängt, die extrem weit verbreitet ist.

Trends auf dem Gasmarkt

Während der Erdgasverbrauch im Laufe der Jahre tendenziell zurückging, bis er sich relativ gut stabilisiert hat (durchschnittlich 8,7 MWh pro Kopf), ist sein Preis weiter gestiegen. Beachten Sie, dass sich gleichzeitig der Anteil von Gas am Gesamtenergieverbrauch der deutschen Haushalte seit den 1970er Jahren verdoppelt hat.

Erdgas bleibt im Vergleich zu den Preisen anderer Energien sehr günstig. Es wird häufig zum Heizen verwendet und ist eine gute Möglichkeit, die Energieeffizienz bei geringen Kosten zu optimieren. Achten Sie jedoch auf die negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Entgegen dem Anschein ist es keine saubere Energie. Biogas ist besser, zwar etwas teurer als herkömmliches Stadtgas, aber viel umweltfreundlicher.