Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz: Wie können sie gewährleistet werden?

Wussten Sie schon, dass die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz in Deutschland im Gesetz verankert sind? Egal ob GmbH oder ein kleines Start-up bestehend aus wenigen Mitarbeitern - jeder Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter am Arbeitsplatz und während der Arbeit so geringen Risiken wie möglich ausgesetzt sind. Die Arbeitnehmer profitieren von dieser Gesetzeslage und die entsprechenden Maßnahmen müssen unabhängig von der Branche und dem ausgeübten Beruf in dem Unternehmen strengstens befolgt werden - sonst drohen hohe Strafen. Denn die Gesundheit und die Sicherheit am Arbeitsplatz zählen zu den Dingen, welche sich wesentlich auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter auswirken.

Es sollte für jeden einen Arbeitsplatz ohne große Risiken geben

Es sollte keinen Grund für Arbeitnehmer geben, ein unüberlegt hohes Risiko einzugehen, wenn sie wie jeden Morgen täglich zur Arbeit gehen.

Niemand sollte mit der Ausübung seines Berufes ein unnötig hohes Risiko eingehen. So sagt es auch das Gesetz: Der Arbeitnehmer unterliegt der Pflicht, die Gesundheit und Sicherheit aller Angestellten im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten. Allerdings bleibt natürlich zu beachten, dass manche Berufe wie beispielsweise Handwerker oder Bauarbeiter bereits in ihren Aufgabenfeldern höhere Risiken bedeuten als andere.

In Deutschland gibt es seit 1996 das Arbeitsschutzgesetz, welches seitdem den Rahmen für Gesundheitsschutz und Gewährleistung für alle Arbeitnehmer in Deutschland festlegt. Dieses befasst sich mit der Pflicht zur Beurteilung aller Risiken und Gefahren sowie entsprechende Maßnahmen und anderen wichtigen Aspekten, welche der Arbeitgeber zum Wohl seiner Mitarbeiter gewähren muss wie beispielsweise:

  • Zumutbarkeit

  • Erträglichkeit und

  • Ein positiver Beitrag zur persönlichen Entwicklung

Diese Gesetzeslage bezieht sich allerdings nur auf eine gewisse Gruppe an Berufen. Hierzu zählen alle Arbeitnehmer, welche in ihrem Beruf zur Sozialversicherung verpflichtet sind, sowie Auszubildende und alle Menschen, die ein FSJ oder FÖJ absolvieren und Tätige in Einrichtungen für körperlich eingeschränkte Personen.

Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen von Berufen, welche von diesem Gesetz nicht eingeschlossen werden:

  • Angestellte in privaten Haushalten

  • Alle Angestellten von Schiffen, die sich auf See befinden

  • Jegliche Berufe, die unter dem Bundesberggesetz arbeiten

In erster Linie dient das also Gesetz dazu, die genauen Pflichten eines Arbeitgebers gegenüber den Arbeitnehmern zu definieren, Risiken vorzubeugen und zu bewerten sowie Krankheiten und Unfälle zu vermeiden und somit für das Wohl der Mitarbeiter zu sorgen.

Netatmo Info

Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist 2018 in Kraft getreten und legt neue Grundlagen zum Thema Datenschutz fest. Insofern ein Arbeitgeber den Arbeitsplatz per Videokameras überwacht, ist dieser verpflichtet, alle Mitarbeiter entsprechend vorher in Kenntnis zu setzen.

Die Rolle des Arbeitgebers

Prävention aller Risiken ist ein wichtiger Teil der Sicherheit am Arbeitsplatz und sollte für jeden Arbeitgeber selbstverständlich sein. Wenn dieser seinen Pflichten nicht nachgeht und die Risiken am Arbeitsplatz auf das Geringste minimiert, können für ihn hohe Schäden in Form von Verwarnungen und Geldstrafe entstehen, da er im Falle eines Unfalls die Schuld trägt. Ein Beispiel: Im Firmengebäude finden Bauarbeiten statt und der Arbeitgeber vergisst, die Arbeitnehmer darüber in Kenntnis zu setzen, und ein Mitarbeiter kommt durch die Bauarbeiten zu Schaden – in diesem Fall ist der Arbeitgeber verantwortlich. Aber auch Arbeitnehmer tragen eine gewisse Verantwortung dafür, sich selbst am Arbeitsplatz keinen zu hohen Risiken auszusetzen und somit für ihre eigene Sicherheit zu sorgen. Falls Sie selbst Arbeitgeber sind und sich nicht sicher über die zu beachtenden Risiken im Klaren sind, können Sie auch einen Berater für Informationssicherheit zu Hilfe ziehen.

Netatmo Info

Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und den Schutz der körperlichen und geistigen Gesundheit seiner Beschäftigten zu gewährleisten und Sie im Falle eines Risikos ausreichend und rechtzeitig zu informieren.

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz: Prävention und Schulung

Gesundheit und Sicherheit sollten bereits im Vorfeld vom Arbeitgeber sichergestellt werden. Jedes Unternehmen ist verpflichtet, die mit der Ausführung des Berufs verbundenen Tätigkeiten wie beispielsweise psychologische Risiken oder Risiken von körperlichen Folgen im Vorfeld zu bewerten. Dieser Vorgang wird auch Gefährdungsbeurteilung genannt und umfasst nicht allein die Einstufung der Risiken, sondern auch entsprechende Maßnahmen und die regelmäßige Überprüfung dieser. Außerdem ist jedes Unternehmen verpflichtet, einen Erste Hilfe Kasten für Notfälle zur Verfügung zu stellen. Im Bereich Unternehmenssicherheit ist es außerdem sehr wichtig, dass Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer über jegliche Veränderungen in Kenntnis setzen, die die Sicherheit im Arbeitsalltag beeinträchtigen können. Schulungen für sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer werden daher bereits in manchen Unternehmen auf regelmäßiger Basis durchgeführt.

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz: alle Räume müssen den gleichen Standards entsprechen

Jede Einrichtung, jeder Betrieb, jedes Büro und auch jede Fabrik ist dazu verpflichtet, die gleichen Gesundheits- und Sicherheitsstandards in den Bereichen Hygiene, Beleuchtung, sanitäre Einrichtungen sowie Brandschutz und Sicherheit einzuhalten. Hierzu gehören beispielsweise Feuermelder und die verpflichtenden Brandschutzmelder in jedem Raum. Für öffentliche Veranstaltungen sind besondere Empfangs- und Sicherheitsstandards festgelegt worden, welche eingehalten werden müssen.

Um die Unternehmenssicherheit der Arbeitnehmer zu stärken und zu gewährleisten, kann der Arbeitgeber die Räumlichkeiten auch mit einem kompletten Set an Sicherheitsprodukten ausstatten. Hierzu zählen beispielsweise Bewegungsmelder, welche gleichzeitig auch als Öffnungsmelder fungieren, Alarmsirenen und Videoüberwachungskameras. Das Thema Videoüberwachung am Arbeitsplatz ist durchaus ein heikles, da Arbeitgeber strengstens die Regeln des Datenschutzes befolgen müssen. Beispielsweise muss die Aufzeichnung der Videos angemessen und erforderlich sein, was bedeutet, dass eine Notwendigkeit der Aufzeichnung besteht und das Ziel der Videoaufnahme nicht mit anderen Mitteln erreicht werden kann. Außerdem müssen die Aufnahmen nach spätestens 48 Stunden wieder gelöscht werden, insofern ein Download und die Aufbewahrung nicht für dringende Zwecke erforderlich ist. Außerdem müssen alle Betroffenen genauestens über die Details der Videoüberwachung per Sicherheitskamera informiert werden und ihr Einverständnis geben.

Es kann beispielsweise vorkommen, dass der Arbeitgeber Zweifel an der Ehrlichkeit seiner Mitarbeiter über die Dauer der Mittagspause äußert. Wenn diese ein Zeitkartensystem nutzen, kann der Arbeitgeber also als Methode genauso diese überprüfen und eine Notwendigkeit zur Nutzung von Videokameras besteht in erster Linie nicht. Um einen solchen Fall jederzeit rechtlich überprüfen zu können, sollten Arbeitgeber den Zweck der Kameraüberwachung in einem schriftlichen Dokument festhalten und erläutern. Räumlichkeiten wie Toiletten, Duschen und Schlafräume dürfen unter keinen Umständen überwacht werden und grundsätzlich hat der Betriebsrat des Unternehmens ein Recht zur Mitbestimmung über die Überwachung.

Wir bei Netatmo bieten erschwingliche Sicherheitsprodukte wie eine Intelligente Innen Alarmsirene mit integrierter Gesichtserkennung und Echtzeit Benachrichtigung über die zugehörige Netatmo Security App. Mit diesen und weiteren Produkten kann ein Arbeitgeber für Unternehmenssicherheit sorgen und alle Vorschriften befolgen.