Ölheizkessel

Ölheizkessel werden zwar immer seltener eingesetzt, sind jedoch noch immer in vielen Häusern zu finden. In Deutschland heizen rund 24 % der Haushalte mit einer Ölheizung. Dies ist auf den noch unzureichenden Ausbau des Erdgasnetzes, insbesondere in ländlichen Gebieten, zurückzuführen. Um den Ruf fossiler Brennstoffe ist es nicht gerade gut bestellt, doch bieten moderne Ölheizungen einen Wirkungsgrad und Verbrauch, der ihre ökologischen Auswirkungen begrenzt.

Ein Ölheizkessel nutzt den fossilen Brennstoff Öl zur Erwärmung von Wasser, das anschließend durch die Rohrleitungen, Heizkörper oder Fußbodenheizungen des Hauses fließt. Mittlerweile werden fast nur noch Ölheizkessel mit leistungsstarken Technologien eingesetzt: Niedertemperaturkessel oder Brennwertkessel.

Die Vor- und Nachteile einer Ölheizung

  • Die Vorteile einer Ölheizung
Ölheizkessel liefern eine komfortable Heizwärme und das auch bei hohem Bedarf (niedrige Außentemperaturen, große Flächen usw.). Die heutzutage angebotenen Modelle überzeugen mit einem erstklassigen Wirkungsgrad: bis zu 89,5 % im Falle von Niedertemperaturkessel und nahezu 100 % bei Brennwertgeräten. Um ein noch effizienteres System zu erhalten, können Ölheizungen mit Wärmepumpen kombiniert werden.

Ältere Modelle bargen aufgrund von Schwefel-, Kohlendioxid- und Stickstoffemissionen ein Risiko, bei neueren Heizkesseln besteht dieses Problem jedoch nicht mehr. Ein weiterer Vorteil sind staatliche Förderungen und Steuergutschriften, die für den Einbau von Brennwertkesseln möglich sind.
  • Die Nachteile einer Ölheizung
Um eine Ölheizung nutzen zu können, benötigen Sie einen Tank zur Lagerung des Brennstoffs. Es sind unterschiedliche Größen erhältlich, doch in der Regel haben sie ein hohes Fassungsvermögen, um die Anzahl der Kraftstofflieferungen mittels Tankwagen zu begrenzen. Die Lagerung von Heizöl kann zu weiteren Beeinträchtigungen wie etwa unangenehmen Gerüchen führen.

Ein Nachteil ist auch, dass Sie mit einer Ölheizung auch von den steigenden Preisen für Öl betroffen sind. Der Preis für diesen Rohstoff unterliegt starken Schwankungen. Jährliche Ausgaben sind dadurch schwer vorauszusagen und es könnten unangenehme Überraschungen auf Sie warten.

Ölheizkessel sind teurer als Gasheizkessel und Sie müssen die Kosten für die Installationsarbeiten und den Tank hinzurechnen (und für zusätzliche Arbeiten, wenn Sie sich für einen unterirdischen Tank entscheiden). Und wenn Sie diesen Tank eines Tages ersetzen oder die Heizungsart für Ihr Zuhause ändern möchten, müssen Sie einen Fachmann für die Entleerung und Entfernung des Tanks beauftragen.

Darüber hinaus benötigen Sie Abgasrohre, um die Verbrennungsgase zu evakuieren.

Niedertemperatur-Ölheizung

Eine Niedertemperatur-Ölheizung erwärmt das Heizungswasser auf eine niedrigere Temperatur als ein herkömmliches Modell. Durch die bedarfsgerechte Anpassung der Temperatur zwischen 50 und 90 °C können Sie Energieeinsparungen von 10 bis 15 % erzielen. Wenn Sie Ihren Ölkessel auch zur Warmwasserbereitung nutzen möchten, können Sie ein Modell mit integriertem Warmwasserspeicher nutzen. Sie können den Kessel auch an einen externen Warmwasserspeicher anschließen. Entdecken Sie all unsere Produkte

Öl-Brennwertheizung

Eine Öl-Brennwertheizung ist die Lösung mit dem höchsten Effizienzgewinn. Wie bei einer Gas-Brennwertheizung nutzt die Anlage nicht allein die durch die Verbrennung entstehende Wärme, sondern ebenfalls die Wärme, die bei der Kondensation der heißen Abgase entsteht. Die Wärmeerzeugung wird dadurch optimiert und der Brennstoffverbrauch deutlich gesenkt.

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Modell ermöglicht ein derartiges System Energieeinsparungen von 20 bis 30 %. Aus diesem Grund werden Öl-Brennwertheizung staatlich gefördert. Mit einem Wirkungsgrad von über 100 % handelt es sich um die leistungsstärkste Ölkessel-Variante und selbst wenn die anfänglichen Kosten höher sind, zahlt sich eine derartige Installation langfristig aus.

Förderungen für den Kauf und die Installation Ihrer Ölheizung

Die Öl-Brennwertheizung ist die ökologischste Variante. Sie ist wesentlich umweltschonender als ältere Modelle. Deshalb kommen bei einem Austausch oder einer Neuinstallation unterschiedliche Förderungen in Frage. Sie können die anfallenden Kosten auf diese Weise reduzieren und Geld sparen.

Es sind unterschiedliche Zuschüsse und Steuergutschriften möglich. Die KfW-Förderbank etwa unterstützt den Einbau eines Öl-Brennwertgeräts beim Kesseltausch mit zehn Prozent der Investitionskosten.

Unter bestimmten Bedingungen ist auch ein 15-Prozentiger Modernisierungszuschuss aus dem „Anreizprogramm Energieeffizienz“ der KfW möglich. Darüber hinaus bieten Bundesländer und Kommunen eine Vielzahl regionaler Förderprogramme und Finanzhilfen. Kontaktieren Sie einen Fördermittelexperten vor Beginn Ihrer Arbeiten! Wenden Sie sich auch an die zuständigen Verwaltungsbehörden Ihrer Region. Hauseigentümern werden häufig Fördermittel für energetische Modernisierungen bereitgestellt.

Die Wartung von Öl-Heizkesseln

Öl-Heizkessel müssen jährlich gewartet werden. Der Gesetzgeber macht die jährliche Wartung der Heizungsanlage zur Pflicht. In Deutschland ist ein Vermieter im Rahmen der Instandhaltungspflicht dazu verpflichtet, die Heizungsanlage regelmäßig warten zu lassen. Auch die Hausratsversicherung empfiehlt die Wartung der Anlage.

Vor allem aber gewährleistet die jährliche Wartung die Sicherheit der Bewohner. So wird garantiert, dass der Heizkessel in einem ordnungsgemäßen Zustand ist und es wird geprüft, dass kein Kohlenmonoxid austritt - ein potenziell tödliches Gas, das durch Verbrennung freigesetzt wird. Darüber hinaus kann Ihr Heizungsbauer im Rahmen dieser jährlichen Wartung den Zustand Ihrer Heizungsanlage zu prüfen. Durch den Austausch defekter Teile wird sichergestellt, dass die Anlage ordnungsgemäß und über lange Zeit hinweg funktioniert. Bei der Ölheizung fällt außerdem alle zehn Jahre die Wartung des Tanks an.

Lassen Sie Ihren Heizkessel stets von einem Fachmann überprüfen und warten. Sie haben die Möglichkeit, einen jährlichen Wartungsvertrag mit dem Heizungsbauer Ihrer Wahl abzuschließen. Dieser erinnert Sie dann daran, wenn der nächste Wartungstermin ansteht.

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