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Zentralheizung

Unabhängig davon, ob Sie Eigentümer oder Mieter sind, wird Ihre Wohnung möglicherweise über eine zentrale Heizungsanlage versorgt. Sie besitzen in diesem Fall kein individuelles Heizsystem und Ihre Heizung ist an einen Heizkessel angeschlossen, der das gesamte Haus oder das gesamte Gebäude mit Wärme versorgt.

Bei einer Zentralheizung wird zumeist ein Heizkessel eingesetzt. Dieser kann mit Gas, Öl, Holz oder Strom betrieben werden. In einigen Fällen wird eine Geothermieanlage eingesetzt oder es erfolgt ein Anschluss an ein Fernwärmenetz.

Heizperioden der Zentralheizung

Gesetzliche Vorgaben in Bezug auf die Heizperiode gibt es nicht. Im Allgemeinen gilt die Zeit vom 1. Oktober bis 31. März als Heizsaison. Im Sommer und in der Übergangszeit muss die Zentralheizung nicht dauerhaft betriebsbereit sein, kann aber eingeschaltet werden, wenn es zu kalt wird. Maßgeblich für eine Inbetriebnahme sind insbesondere die Witterungsverhältnisse, die voraussichtliche Dauer der Kälteperiode und der zur Inbetriebnahme der Heizung erforderliche Zeit- und Kostenaufwand.

Die Vorteile einer Zentralheizung in einer Eigentümergemeinschaft

Durch den Einsatz einer zentralen Heizungsanlage können die Kosten zur Beheizung des gesamten Gebäudes aufgeteilt werden. Mit einer derartigen Anlage sparen die Eigentümer bei der erstmaligen Investition Geld: so wird ein einziger Heizkessel für das gesamte Gebäude angeschafft, statt jeweils ein Kessel pro Wohneinheit. Einsparungen können auch beim Kauf des Brennstoffs erzielt werden (Gas, Holz, Öl, …): es werden große Mengen benötigt, weshalb attraktive Preise mit den Anbietern ausgehandelt werden können. Auch die Wartungskosten der Heizungsanlage können zwischen den unterschiedlichen Wohnungseigentümern aufgeteilt werden.

Darüber hinaus kann durch den Einsatz einer zentralen Heizungsanlage Platz gespart werden. Der Heizkessel befindet sich im Gemeinschaftseigentum, meist im Keller, und beeinträchtigt nicht die Fläche der einzelnen Wohnbereiche. Und wenn eine Brennstofflagerung (Heizöl, Holz) erforderlich ist, erfolgt diese in einem speziellen Bereich des Gemeinschaftseigentums und nicht in den jeweiligen Wohnungen wie bei Individualheizungen. Die Bewohner profitieren also von einer erheblichen Platzersparnis.

Neben diesen Vorteilen bietet eine zentrale Heizungsanlage eine einfachere Betriebsführung. Darum kümmert sich zumeist die Hausverwaltung oder eine dafür beauftragte Firma, die für Instandhaltungsarbeiten, den Austausch von Ersatzteilen, das Auftanken usw. verantwortlich ist. Der Störungsdienst ist in der Regel gut zu erreichen und erledigt seine Arbeit schnell und tadellos. Sie müssen sich im Problemfall also nicht auf die Suche nach einem Heizungsfachmann machen, wie dies bei einer Individualheizung der Fall ist. Entdecken Sie all unsere Produkte

Die Nachteile einer zentralen Heizungsanlage

Die gemeinsame Verwaltung hat nicht nur Vorteile. Die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Eigentümer in Bezug auf Heizungstyp, Anbieter oder Ausrüstung ist eingeschränkt, da derartige Beschlüsse gemeinsam gefasst werden müssen.

Im Hinblick auf leichte Abänderungen der Heizperiode können sich die Bewohner an die Hausverwaltung wenden, um auf einen vorzeitigen Wintereinbruch zu reagieren oder im Gegenzug auf einen warmen Frühling, in dem schon frühzeitig nicht mehr geheizt werden muss. Die Hausverwaltung kann derartige Anträge jedoch ablehnen, wenn nicht eine Mehrheit der Bewohner dahintersteht oder wenn die Temperatur nicht deutlich zurückgegangen, d. h. unter die 19 Grad-Marke gefallen ist. Und in manchen Fällen sieht das Vertragswerk der Eigentümergemeinschaft eine Änderung der Heizperiode erst gar nicht vor. Ein Widerspruch ist im Falle einer Ablehnung nicht möglich und die Bewohner müssen auf individuelle Heizkörper zurückgreifen.

Und auch wenn laut Gesetz die zentrale Heizungsanlage so eingestellt werden muss, dass eine Mindesttemperatur in der Wohnung von 20 bis 22 Grad Celsius erreicht werden kann, ist es in der Praxis schwierig, überall eine einheitliche Temperatur beizubehalten, insbesondere von einem Stockwerk zum nächsten.

Doch was passiert, wenn die Gemeinschaft die Heizkosten nach Miteigentumsanteilen verteilt und ein Eigentümer auf der Eigentümerversammlung eine verbrauchsgerechte Verteilung der Kosten wünscht?

Wohnungseigentümergemeinschaft und Heizkostenverordnung

Die Heizkostenverordnung verpflichtet die Wohnungseigentümergemeinschaft zur verbrauchsabhängigen Abrechnung der Heizkosten. Die Heizungsanlagen müssen mit Erfassungsgeräten ausgestattet werden, um den Energieverbrauch der einzelnen Wohneinheiten bestimmten zu können. Auf diese Weise ist eine individuelle Energiekostenaufstellung möglich.

In manchen Gebäuden gestaltet sich die Sache jedoch schwierig: wenn beispielsweise die Berechnung der Verbrauchskostenanteile technisch nicht möglich ist oder wenn erhebliche Arbeiten erforderlich sind, wenn beispielsweise die komplette Erneuerung der gesamten Anlage übermäßige Kosten verursachen würde.

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