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Luftfeuchtigkeit

Wir sprechen von Luftfeuchtigkeit, wenn man in einem Körper oder einer Substanz das Vorhandensein von Wasser in jedweder Form (fest, flüssig oder gasförmig) beobachten kann. Ganz allgemein gefasst: Wenn wir von Luftfeuchtigkeit sprechen, beziehen wir uns auf die in der Luft vorhandene Wassermenge, den sogenannten hygrometrischen Anteil oder auch die Hygrometrie.

Was ist Luftfeuchtigkeit?

Luftfeuchtigkeit ist ein wichtiger Aspekt der Meteorologie. Genauso wie das Messen der Temperatur und der Windstärke stellt auch die Ermittlung des in der Luft enthaltenen Wasserdampfs einen wesentlichen Parameter für die Klimaforschung und die Wettervorhersagen dar.

Oftmals denkt man, wenn man von Luftfeuchtigkeit spricht, jedoch an Probleme, die an die Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden gebunden sind. Das Vorkommen von Wasser in der Luft ist ganz normal, jedoch darf in Innenräumen ein bestimmter Anteil nicht überschritten werden, um keine Schäden oder Gesundheitsprobleme zu verursachen. Die ideale Luftfeuchtigkeit einer Wohnung liegt zwischen 45 und 65 Prozent. Eine höhere Menge an Wasserdampf in der Luft ist nicht normal, weist auf ein Problem in den Wohnräumen hin und kann schlimme Folgen haben.

Die Wasserdampfmenge in der Luft hängt jedoch auch von der Temperatur ab. Je niedriger diese ist, desto weniger Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen. Wenn die Temperatur abnimmt, kann der Wasserdampf deshalb nicht weiter im gasförmigen Zustand bleiben. Dieses Phänomen der Wasserkondensation in Form von Tropfen, die sich an den kältesten Oberflächen absetzen, nennt man Sättigung. Im Haus setzt sich dieses Kondenswasser normalerweise an Fensterscheiben, Wänden und schlecht isolierten Türen ab.

Man unterscheidet zwei Arten von Luftfeuchtigkeit: die absolute und die relative Luftfeuchtigkeit. Erstere wird verwendet, um die Wasserdampfmenge in der Luft zu messen. Die relative Luftfeuchtigkeit berücksichtigt die Temperaturveränderungen und drückt die Wechselwirkung zwischen dem in der Luft enthaltenen Wasserdampf und der möglichen Höchstmenge je nach Lufttemperatur aus. Diese wird als prozentualer Wert und nicht in g/m3 angegeben.

Wie misst man die Luftfeuchtigkeit?

Zur Messung der Luftfeuchtigkeit in der Meteorologie, aber auch in der Wohnung verwendet man ein Gerät namens Hygrometer. Dieses ist sowohl in besonders ausgefeilten als auch in weniger komplexen Formen erhältlich: mechanische Hygrometer mit Zeiger oder elektrische Hygrometer mit Sensoren, mit Wetterstationen oder dem Internet verbundene Hygrometer…

Alle Modelle verfolgen das Ziel, die Luftfeuchtigkeit zu messen, und dies sowohl in den Außenbereichen für genauere Wettervorhersagen oder die Anpassung von Tätigkeiten, die an die Witterungsverhältnisse gebunden sind (Landwirtschaft, Luftfahrt, Outdoor-Freizeitaktivitäten etc.) als auch in den Innenbereichen für die Durchführung einer Luftfeuchtigkeitsprüfung für jedes Zimmer und zum Herausfinden der Gründe einer zu hohen Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Entdecken Sie all unsere Produkte

Die Folgen zu hoher Luftfeuchtigkeit im Haus

Eine übermäßige Luftfeuchtigkeit kann schwerwiegende Folgen haben, und dies sowohl für den Zustand und die Lebensdauer der Wohnung als auch für die Gesundheit der Bewohner.
  • Verschlechterung des Wohnungszustands
Ein feuchtes Gebäude oder Zimmer wird schnell die Anzeichen seiner Verschlechterung zeigen: Feuchtigkeitsflecken, Schimmelflächen an Decken, Böden oder Wänden, teilweise Ablösung von Tapeten, Spuren von Kondenswasser an Türen und Fenstern, abblätternde Farbe, aufquellende oder sich verbiegende Holzelemente, rostende Metallwerkstoffe … Die an eine übermäßige Luftfeuchtigkeit gebundenen Flecken und Gerüche sind mit Sicherheit die offensichtlichsten Folgen, jedoch gibt es auch weniger sichtbare, aber ebenso kritische Symptome, die nicht unterschätzt werden sollten: Verfaulen der Tischlerelemente und des Balkenwerks, Ausbreitung des Hausschwamms (gehört zur Familie der Pilze und befällt Holz), Salpeter an den Wänden und verschiedene Pilze und Schimmelpilze am Boden oder an den Wänden, die sich nach und nach im ganzen Haus ausbreiten. Es handelt sich dabei also nicht nur um ein hygienisches Problem, sondern um eine echte Gefahr für die Lebensdauer des gesamten Gebäudes.
  • Auswirkungen zu hoher Luftfeuchtigkeit auf die Gesundheit
Ein zu hoher Wasserdampf im Haus kann auch schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Bewohner nach sich ziehen. Eine übermäßige Luftfeuchtigkeit ist verantwortlich für das Auftreten von Atemwegserkrankungen wie Asthma und kann Gelenkprobleme oder chronische Krankheiten insbesondere bei empfindlichen Personen und Kindern verschlechtern. Das Vorhandensein von Schimmel und Pilzen in den Wohnräumen begünstigt außerdem die Entwicklung von Allergien und Erkrankungen der Atemwege.

Wie kann man gegen eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Haus vorgehen?

Zum Glück gibt es zahlreiche Lösungen für die Beseitigung übermäßiger Luftfeuchtigkeit. Zunächst sollte eine Diagnose erstellt werden, um die Ursachen des Problems herauszufinden und passende Gegenmittel zu finden.
  • Lüftung des Hauses
Hierbei handelt es sich um eine grundlegende Maßnahme, um den Wasserdampf schrittweise entweichen zu lassen und die Kondensation zu verhindern. Öffnen Sie regelmäßig die Fenster, um zu lüften. Dies gilt insbesondere für Zimmer, in denen durch Kochen oder das Wäsche waschen viel Wasserdampf freigesetzt wird … Lüften Sie gründlich und installieren Sie ein leistungsstarkes Lüftungssystem. Je nachdem wie groß Ihr Kondensationsproblem ist und inwiefern Sie die Möglichkeit haben, umfangreiche Bauarbeiten vorzunehmen, haben Sie die Wahl zwischen mehreren Lösungen. Zu den gängigsten Optionen zählen die einfache kontrollierte Wohnraumlüftung, die die Luft aus den feuchten Zimmern heraustransportiert und die kontrollierte Komfort-Wohnraumlüftung, die außerdem die Temperatur der zugeführten Luft erhöht.
  • Gute Abdichtung
Feuchtigkeitsprobleme im Haus können auch durch Mängel hinsichtlich der Abdichtung entstehen. Überprüfen Sie Ihre Sanitäranlagen (Dusche, Spülbecken etc.), um das Risiko eines Lecks auszuschließen. Nehmen Sie Bauarbeiten vor, um sich mit doppelt verglasten Fenstern auszustatten. So können Sie die Temperatur in den Innenräumen stabil halten und vermeiden eine Kondensation. Prüfen Sie auch die Dachabdichtung, lassen Sie Risse in den Außenwänden reparieren und tauschen Sie mangelhafte Türen durch Modelle mit einer besseren Isolierung aus.
  • Geräte zur Beseitigung von Luftfeuchtigkeitsproblemen
Es gibt verschiedene Geräte zum Entfeuchten eines Raumes. Manche davon verwenden ein chemisches Verfahren: Hydrophile Kristalle nehmen in jedem Zimmer das überflüssige Wasser in der Luft auf. Andere funktionieren wiederum elektrisch: Diese entziehen durch eine Abkühlung der Luft das überschüssige Wasser. Mit grobem Salz kann man auch selbst einen Luftentfeuchter herstellen.
  • Herausfinden der Ursache des Problems
Anstatt lediglich die Spuren einer zu hohen Luftfeuchtigkeit zu verbergen, sollte man den Ursachen der zu hohen Luftfeuchtigkeit auf den Grund gehen. Manchmal kann das Problem gelöst werden, indem man die Wand durch eine wasserdichte Membran oder eine Harzinjektion trockenlegt, ansonsten kann man auch das Gebiet um die Wohnung herum entwässern lassen. Probleme mit Schimmel oder zu hoher Luftfeuchtigkeit an den Wänden oder Böden ist oftmals auf aufsteigende Feuchtigkeit und nicht auf eine übermäßige Luftfeuchtigkeit in den eigentlichen Wohnräumen zurückzuführen.

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