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Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid (CO) ist ein Gas, das sich aus Kohlen- und Wasserstoff zusammensetzt. Es kommt in unterschiedlichen Mengen auf natürliche Weise in der Luft vor und ist geruchsneutral, unsichtbar und äußerst toxisch und gefährlich.

Woher kommt Kohlenmonoxid?

Das Kohlenmonoxid, das sich in der Luft befindet, kann mehrere Ursprünge haben:
  • Natürlicher Ursprung
CO ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und wird von Ökosystemen wie Ozeanen, Vulkanen, Wäldern, Sumpfgebieten etc. freigesetzt. Bei Waldbränden und Feuerausbrüchen entsteht ebenfalls Kohlenmonoxid. Auch lebende Organismen stoßen es bei der Atmung aus.
  • Kohlenmonoxid als Verbrennungsrückstand
Die Hauptquelle von Kohlenmonoxid in der Stadt ist der Straßenverkehr. Verschiedene Industriezweige wie Ölraffinerien, die Metallbranche, Müllverbrennungsanlagen oder Zellstoffwerke setzen ebenfalls CO frei.
  • Ursachen von Kohlenmonoxid im Haus
Die Gegenwart von Kohlenmonoxid in den Innenräumen hat ebenfalls mehrere Gründe. Das im Straßenverkehr ausgestoßene CO kann zwar bis in die Wohnräume eindringen, die häufigsten Gründe für das Vorkommen von Kohlenmonoxid in geschlossenen Räumen sind jedoch übermäßiger Tabakkonsum und Heizgeräte. Geräte, die durch Verbrennung betrieben werden (von Holz, Kohle, Öl oder Gas), setzen in der Tat CO in der Wohnungsluft frei. Heizungsanlagen und Kochgeräte sind besonders anfällig für den Ausstoß von Kohlenmonoxid, welches den Rückstand einer unvollständigen Verbrennung darstellt. Wenn ein solches Gerät beschädigt ist oder unsachgemäß verwendet wird, wird dieses Gas bei der Verbrennung in übermäßiger Menge freigesetzt, was eine echte Gefahr für die Gesundheit bedeutet.

Kohlenmonoxid – ein häufiger Grund für tödliche Vergiftungen

Kohlenmonoxid stellt eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit dar. Aufgrund der hochgradigen Toxizität führt schon eine regelmäßige Belastung durch geringe Mengen längerfristig zu ernsthaften Gesundheitsbeschwerden. Wie zahlreiche flüchtige organische Verbindungen (VOC) kann auch Kohlenmonoxid für chronische Krankheiten und Krebserkrankungen verantwortlich gemacht werden.

Die Gefahr für die Gesundheit kann jedoch noch viel bedeutender sein. Tritt Kohlenmonoxid in einer zu hohen Dosierung auf, kann dies eine schwerwiegende Vergiftung verursachen, die sogar zum Tod führen kann. Im Jahr 2011 gab es in Deutschland 481 Todesfälle im Zuge einer Kohlenmonoxidvergiftung und es ist davon auszugehen, dass die Zahl der nicht tödlich endenden Vergiftungsfälle um ein Vielfaches höher liegt. Somit bleibt Kohlenmonoxid ein häufiger Grund für Vergiftungen, wobei die meisten Fälle in den eigenen vier Wänden passieren.

Wie kommt es zu einer Kohlenmonoxidvergiftung?

Das Hauptproblem von CO besteht darin, dass es, obwohl es äußerst toxisch ist, geruchsneutral und unsichtbar ist, weshalb es von den Hausbewohnern nicht erkannt werden kann. Außerdem entstehen solche Vergiftungen sehr schnell, sodass die Opfer nicht immer Zeit haben, um die Anzeichen zu erkennen, bevor Ihnen das Gas zum Verhängnis wird. Die festgestellten Beschwerden können andere Krankheiten vermuten lassen, weshalb man nicht sofort gewarnt ist.

Nachdem das Kohlenmonoxid eingeatmet wurde, nimmt es den Platz des im Blutkreislauf befindlichen Sauerstoffs ein, indem es sich an die roten Blutkörperchen heftet. Dies kann in weniger als einer Stunde zum Tod des Vergiftungsopfers führen. Schon eine geringe Menge des Gases ist ausreichend, um die Gesundheit erheblich zu beeinträchtigen: Ein CO-Anteil in der Luft von 0,1 Prozent kann bereits eine tödliche Vergiftung auslösen. Und da die Ausbreitung des Gases sehr schnell erfolgt, müssen die Opfer umgehend reagieren. Entdecken Sie all unsere Produkte

Was sind die Gründe für ein übermäßiges Vorkommen des tödlichen Gases?

Man geht davon aus, dass ein Großteil der Vergiftungen zu Hause erfolgt. In den meisten Fällen ist ein defekter Heizkessel der Grund dafür. Jedes Heizgerät setzt zwar geringe Mengen von CO frei, eine sehr intensive oder unsachgemäße Nutzung oder eine mangelhafte Wartung tragen jedoch dazu bei, dass gefährliche Mengen ausgestoßen werden.

Wenn ein Warmwasserbereiter oder ein durch Gas, Holz, Öl oder Kohle betriebenes Heizgerät nicht richtig arbeitet, ist die Sauerstoffzufuhr nicht ausreichend und der Verbrennungsvorgang unvollständig. Dies sorgt dann für die Freisetzung von CO anstelle von CO2 in den Wohnräumen. Auch ein Ofen oder ein Herd können belastet sein, jedoch geschehen die meisten Unfälle und Vergiftungen im Winter, wenn die Innenräume verstärkt geheizt werden.

Anzeichen einer Vergiftung

Die Anzeichen einer Vergiftung sind schwierig zu erkennen, da sie anderen Krankheiten ähneln und wir uns deshalb bezüglich unserer Beschwerden täuschen können. Da es sich um eine Asphyxie des Bluts handelt, treten die Atemwegsbeschwerden erst viel später auf, als man vielleicht annehmen könnte.

Reagieren Sie schnell, wenn einer der in den Räumlichkeiten lebenden Erwachsenen oder Kinder über Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl oder Sehstörungen klagt. Übermäßige Ermüdung, Erbrechen oder Unwohlsein sind weitere Anzeichen für eine Vergiftung und erfordern ein schnelles Handeln und Entscheiden.

Wie kann man eine Kohlenmonoxidvergiftung vermeiden?

  • Vorbeugung von Vergiftungen
Um die Gesundheit und Sicherheit der Bewohner zu schützen, muss man zu Hause die richtigen Abläufe sicherstellen. Einfache Sicherheitsregeln erlauben es, Vergiftungen zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für die überwachte Nutzung von Risikogeräten. Heizungsanlagen, Warmwasserbereiter und Rauchrohre sollten jedes Jahr von einem Experten geprüft werden. Denken Sie auch daran, Ihre Wohnung gut zu lüften, vor allem die Zimmer, in denen sich die jeweiligen Geräte befinden. Die regelmäßige Reinigung von Lüftungssystemen ist außerdem unerlässlich, damit sich der Sauerstoff in einem Zimmer erneuern kann. Verstopfen Sie niemals Luftein- und -auslässe, selbst wenn Sie dadurch Heizkosten sparen wollen, denn dies kann Gesundheitsrisiken nach sich ziehen.

Lesen und beachten Sie die Hinweise der Heizgeräte. Angekoppelte Geräte sollten zum Beispiel nicht ununterbrochen laufen. Nutzen Sie außerdem nie Geräte zum Heizen, die dafür nicht bestimmt sind (Herd, Grill etc.) und verwenden Sie in den Innenräumen keine Kraftmaschinen. Wenn Sie diese einfachen Sicherheits- und Präventionsvorschriften befolgen, senken Sie die potenzielle Gefahr für die Gesundheit und das Leben der Hausbewohner.
  • Was ist im Falle einer Vergiftung zu tun?
Wenn Erwachsene oder Kinder Opfer einer solchen Vergiftung werden, muss schnell gehandelt werden, da Lebensgefahr besteht. Zuerst muss der Ort evakuiert werden, an dem sich das Gas verbreitet hat, und der Heizkessel oder möglicherweise defekte Geräte abgestellt werden. Lüften Sie das Zimmer so gut es geht, um das giftige Gas zu verdünnen und verschwinden zu lassen, und rufen Sie dann unverzüglich den Rettungsdienst an.

Nur ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr und später im Krankenhaus kann die Genesung der betroffenen Personen ermöglichen. Selbst wenn man dem Gas nur kurze Zeit ausgesetzt war und keine Vergiftung vermutet, sollte man auf jeden Fall das Krankenhaus aufsuchen. Schließlich stehen die Gesundheit und vielleicht sogar das Leben der Kinder und Erwachsenen auf dem Spiel, die in Kontakt mit Kohlenmonoxid waren. Anhand einer Blutprobe kann eine Diagnose erstellt und die passende Behandlung festgelegt werden. Die Behandlung besteht darin, Personen, die einer übermäßigen Menge von CO ausgesetzt waren, in eine Druckkammer zu schicken, damit sie Sauerstoff unter einem erhöhten Umgebungsdruck einatmen. Diese Sauerstofftherapie wird lediglich in Krankenhäusern angeboten und ist die einzige wirksame Behandlung, um den Sauerstoffgehalt im Blut wiederherzustellen.

Sollte man seine Wohnung mit einem Kohlenmonoxidmelder ausstatten?

Die Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit Ihrer Familienmitglieder ist eine wichtige Priorität. Um Unfälle und Krankheitsrisiken zu vermeiden, die mit einer CO-Belastung einhergehen, ist die Installation eines Melders die ideale Lösung. Wenn der CO-Anteil in der Luft eine Gefahr für die Gesundheit darstellt, erklingt ein Alarmton, um Sie zu warnen.

Wird dieses Gerät am richtigen Ort – in dem Raum, in dem sich potenziell gefährliche Anlagen befinden – angebracht, ermöglicht es dieses Ihnen, schnell zu handeln und die Belastung in anderen Zimmern wie etwa dem Kinderzimmer einzugrenzen. Wählen Sie für einen optimalen Schutz einen Kohlenmonoxidmelder, der der europäischen Norm DIN EN 50291 entspricht.

Dennoch ist Vorsicht geboten, denn ein solcher Melder kann Unfälle nicht vollständig vermeiden. Sie sollten Ihre Geräte also dennoch einer angemessenen Wartung unterziehen. Vergessen Sie auch nicht, jeden Tag die Zimmer zu lüften, um das Risiko einer Belastung zu senken und die Gesundheit aller Bewohner sicherzustellen. Der Healthy Home Coach von Netatmo, bei dem es sich um einen Raumluftsensor handelt, kann Ihnen ebenfalls bei dieser Aufgabe behilflich sein: Er benachrichtigt Sie, wenn der CO2-Anteil in einem Zimmer ansteigt und erinnert Sie daran, regelmäßig die Umgebungsluft zu erneuern.

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