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Gartenarbeit

Gartenarbeit ist ein allgemeiner Begriff, der sämtliche Aktivitäten in Bezug auf die Bodenbearbeitung, Bepflanzung und Pflanzenpflege umfasst. Ein Garten kann sowohl einen dekorativen Zweck (Barockgarten, japanischer Garten etc.) verfolgen als auch der Ernährung dienen, wenn man ihn zum Anbau von Obst und Gemüse nutzt. In diesem Fall spricht man von einem Gemüsegarten.

Gartenarbeit und Landwirtschaft – welche Unterschiede gibt es?

Auch wenn sich beide Disziplinen der Pflanzenzucht widmen, so unterscheiden sich Gartenarbeit und Landwirtschaft dennoch in zahlreichen Punkten.

Unter dem Begriff Landwirtschaft werden mehrere Tätigkeitsbereiche des Pflanzenbaus zusammengefasst: Gartenbau (Blumenanbau), Gemüsebau (Obst- und Gemüseanbau), Baumzucht oder Floristik (Blumenzucht). Bei allen handelt es sich um professionelle Tätigkeiten, die das Ziel der Rentabilität verfolgen. Die oftmals in großem Umfang produzierten Gewächse sind für den Verkauf bestimmt. Dies umfasst auch den Einsatz spezieller Techniken und Werkzeuge: Saatgutselektion, Nutzung landwirtschaftlicher Maschinen, automatisierte Bewässerung, Bodendüngung, Kultur- und Erntebehandlungen…

Ein Gärtner verfolgt im Gegensatz dazu nur selten kommerzielle oder gewinnorientierte Zwecke. Wenn man von Gartenarbeit spricht, bezieht man sich meistens auf eine Freizeitaktivität oder bestenfalls eine Art der Selbstversorgung, die von Hobbygärtnern im eigenen Garten bzw. Familiengarten praktiziert wird. Die verwendeten Techniken und Werkzeuge unterscheiden sich ebenfalls. Ein Gärtner tendiert normalerweise zu einem sparsamen Einsatz von Mitteln, indem er lediglich von den Ressourcen seiner Umgebung profitiert und einige einfache, hauptsächlich manuelle Werkzeuge einsetzt (Hacke, Spaten, Rechen, Schubkarre…).

Gartenarbeit – eine zunehmend beliebte Tätigkeit

Gärten sind nicht nur ein beliebter Raum zum Verbringen der Freizeit. Oftmals werden sie sogar als zusätzliches Zimmer des Hauses betrachtet und gleichzeitig als natürlicher Ort, der bebaut und bepflanzt werden kann. Gartenarbeit ist dabei längst nicht nur dem Landleben vorbehalten, sondern wird auch in Städten betrieben – manchmal in richtigen Gärten für die besonders Glücklichen oder ansonsten auch in Form von kleinen Gemüsegärten auf Balkons oder den Fensterbrettern.

Einer Umfrage von Statista zufolge verfügten im Jahr 2018 fast 36 Millionen der über 14-Jährigen Deutschen über einen Garten bzw. einen Haushalt mit Garten.

Das Interesse für Gartenarbeit, die lange Zeit mit dem Rentenalter oder den Freizeitbeschäftigungen von Haushalten mit bescheidenem Einkommen einherging, ist inzwischen also viel universeller, als man glauben mag. Egal, ob es dabei darum geht, die Umgebung des Hauses zu verschönern, den Kontakt mit der Natur zu genießen oder sich der Entspannung hinzugeben – ein Garten ist ein unbestrittenes Vergnügen, und dies manchmal auch unabhängig von seiner Produktivität.

Die grundlegenden Schritte der Gartenarbeit

Ein Gärtner muss sich sowohl für die Anlegung als auch die Pflege eines Gartens ein gewisses Know-how zulegen, denn der Anbau von Obst und Gemüse ist nicht immer so einfach, wie es scheint. Gärtner müssen deshalb ein paar passende Tricks und Kniffe für ihren Gemüsegarten kennen. Selbst ein einfacher Rasen erfordert Pflege und so ist es eine langwierige Aufgabe, sich um eine Grünfläche zu kümmern, ganz egal, wie klein diese auch ist.

Die verschiedenen zu verwendenden Techniken sind eng mit dem Wachstumsstadium der Pflanzen verknüpft. So unterscheidet man hinsichtlich der Tätigkeit des Gärtners zwischen verschiedenen Phasen:
  • Vorbereitung
Hierbei handelt es sich in erster Linie um die Vorbereitung des Bodens (Umgraben, Rechen, Zugabe von Kompost, Mist, Dünger etc.) und der späteren Pflanzen (Auswahl des Saatguts, Vermehrung durch Stecklinge, Aussaat, Absenker, Vorbereitung der Pfropfenveredelung etc.)
  • Pflanzung
Hierbei geht es um die Aussaat, die Umpflanzung, das Umtopfen etc.
  • Regelmäßige Pflege
Für ein kontinuierliches und fruchtbares Wachstum der Pflanzen ist eine regelmäßige Pflege des Gartens erforderlich. Die Bewässerung ist ein grundlegender Schritt, wenn der Boden austrocknet und die Niederschläge nicht ausreichen, um die Pflanzen mit dem notwendigen Wasser zu versorgen. Manche Arten können zwar eine lange Zeit ohne Wasser überleben, die meisten Blumen und Gemüsesorten benötigen jedoch eine regelmäßige Wasserzufuhr einer bestimmten Art (über ein Sprühgerät, eine mechanische Bewässerung, eine Tropfenbewässerung oder eine manuelle Bewässerung durch den Gärtners mittels eines Wasserschlauchs oder einer Gießkanne).

Weitere wesentliche Aufgaben der Gartenpflege sind die Unkrautbeseitigung, die den Boden von unerwünschten Pflanzen befreit, das Hacken, das für manche Pflanzenarten notwendig ist (im Gemüsegarten sind dies zum Beispiel Kartoffeln oder grüne Bohnen) oder die Abdeckung mit Mulch, um die Wasserverdunstung einzuschränken und das Leben und die Nährstoffe im Boden zu schützen.
  • Besonderer Schutz
Zur regelmäßigen Pflege des Gartens gehört es auch, die Pflanzen zu schützen und gegen Parasiten und Krankheiten vorzugehen. In den meisten Fällen gibt die Natur den Pflanzen alles, was sie zur Verteidigung gegen äußere Angriffe benötigen. Manchmal ist es jedoch auch notwendig, selbst tätig zu werden, um die Pflanzen zu schützen. Ein geläufiges Beispiel, das jedem Gärtner bekannt sein dürfte, ist die Behandlung gegen Ungeziefer wie Blattläuse, Schildläuse und Nacktschnecken, die regelmäßig vorgenommen werden muss, um gesunde Pflanzen zu gewährleisten. Entdecken Sie all unsere Produkte

Notwendiges Werkzeug für die Gartenarbeit

Gartenarbeit erfordert ein Mindestmaß an Werkzeugen. Unabhängig davon, ob Sie Blumen, einen einfachen Rasen oder einen Gemüsegarten anlegen wollen, benötigen Sie die richtige Ausstattung. Zu den grundlegenden Geräten zählen Rechen, Spaten, Schaufel, Pickel, Gartenschere, Gießkanne und Hacke. Dazu kommen Werkzeuge für punktuellere Arbeiten: Sprühgerät, Sichel oder Sense, Säge oder Schere zum Zuschneiden … Für den Transport dieser ganzen Geräte eignen sich ein Korb oder eine Tasche sowie eine Schubkarre zum Transportieren von Komposterde, Kompost, Laub oder gestutzten Ästen.

Falls Sie einen großen Garten haben, können mechanische Geräte von Nutzen sein: ein Rasenmäher und Freischneider für die Rasenpflege, eine Fräse zum Umgraben des Bodens oder eine Kettensäge für die Ausästung hoher Bäume.

Gartenarbeit und Berücksichtigung der Umwelt

Das Anlegen und Pflegen eines Gartens besteht nicht nur in der Anpflanzung und Ernte der Pflanzen. Man muss dabei auch zahlreiche Umweltaspekte berücksichtigen. Die zu verwendenden Techniken und Werkzeuge sowie der Zeitplan mit den zu erledigenden Gartenarbeiten sind nämlich an die Bodenverhältnisse, das Wetter und die Jahreszeit gebunden. Bei Gartenarbeit kommt es also darauf an, eine Reihe verschiedener Gegebenheiten zu beachten.

Eine kontinuierliche Überwachung der örtlichen Wettervorhersage ist unerlässlich, um die Bewässerung der Pflanzen im Garten schon im Voraus planen zu können und die Pflanzen vor Frost oder heftigen Niederschlägen zu schützen. Für eine bessere Kontrolle der Wetterbedingungen sind deshalb oftmals ein Thermometer, ein Windmesser und ein Regenmesser erforderlich. Sie können sich auch eine komplette Wetterstation, entweder in klassischer oder smarter Ausführung, zulegen, die Ihnen alle wichtigen Informationen liefert, die Sie für die tägliche Pflege Ihres Gartens benötigen.

Für eine ertragreiche Ernte sollten Sie auch die gesamte Umgebung Ihres Gartens berücksichtigen. Begünstigen Sie positive Interaktionen zwischen „befreundeten“ Pflanzen und profitieren Sie von den Ressourcen, die Ihnen die Natur bereitstellt: Sammeln von Regenwasser, Kompostierung von Abfällen aus dem Garten (Reste der Baumbeschneidung, Laub etc.) und aus der Küche (Schalen, Reste der im Garten angebauten Produkte).

Einige Gärtner gehen sogar noch einen Schritt weiter und organisieren die Gartenarbeit im Einklang mit den Mondphasen: Je nachdem, ob der Mond zunimmt oder abnimmt, eignen sich manche Tage besonders gut für die Aussaat und die Ernte einiger Pflanzenarten: Wurzelgemüse und Zwiebelgewächsarten während der „Wurzeltage“, Blumen und Blütengemüse während der „Blumentage“, Obstbäume und Fruchtgemüse während den „Tagen für Obst und Samenkörner“ und Blattpflanzen während der „Blatttage“.

Gartenarbeit als Therapie

Die positive Auswirkung von Gartenarbeit auf die Gesundheit ist bereits seit langer Zeit bekannt. Die körperliche Betätigung und Arbeit an der frischen Luft bietet zahlreiche Vorteile. Seit einigen Jahren interessieren sich auch die Gesundheitsbehörden für Gartenarbeit als Mittel zur Verbesserung des Gesundheitszustands einiger Patienten. Dies bezeichnet man als therapeutische Gartenarbeit oder auch Gartentherapie.

Diese neue Art der Gartenarbeit richtet sich sowohl an Patienten mit motorischen Problemen oder in der Rehabilitation als auch an Menschen, die unter neurologischen oder psychologischen Störungen leiden. Das Eintauchen in die Natur ist bereits für sich dienlich für die Gesundheit und das Nervenkostüm, die Arbeit in der Gruppe fördert wiederum die soziale Interaktion und das Selbstvertrauen.

Gartenarbeit ermöglicht es des Weiteren, kognitive Fähigkeiten, den Gleichgewichtssinn und das Gedächtnis zu schulen. Sie sorgt außerdem für die Aufrechterhaltung der Muskulatur und eine verstärkte Koordinationsfähigkeit. Die Gartentherapie bietet deshalb zahlreiche Vorteile, um physisch oder mental geschwächte Personen bei ihrem Heilungsprozess zu begleiten.

Auch von den rein medizinischen Aspekten abgesehen, ist das Aufhalten und die Arbeit im Garten eine echte Wohltat für jedermann. Der Verzehr von Produkten aus dem Garten ist obendrein ein Garant für einen langfristig guten Gesundheitszustand.

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