A brand of Legrand

Feuermelder

Die Brandgefahr in einem Haus liegt niemals bei null, selbst wenn man Vorkehrungen trifft, um diese zu minimieren. Jährlich ereignen sich in Deutschland etwa 230.000 Wohnungsbrandfälle und außerdem sind jedes Jahr rund 180.000 Feuerwehreinsätze bei Brandfällen und Explosionen erforderlich. Angesichts der mehr als 350 Brandtoten pro Jahr versteht man besser, weshalb man das Haus mit einer Brandschutzvorrichtung ausstatten sollte, denn somit kann man frühzeitig den Ausbruch eines Feuers bemerken, bevor sich dieses ausbreitet.

Die verschiedenen Feuermelder

Es gibt verschiedene Geräte für die Erkennung eines Brandausbruchs. Einige sind sehr spezifisch und ausschließlich für Geschäftsräume oder streng überwachte Orte bestimmt. Zu Feuermeldern zählen:
  • Wärmemelder
Diese Detektoren sind normalerweise mit Rauchmeldern verknüpft. Sie werden dort angebracht, wo die Installation eines Rauchmelders unmöglich ist oder regelmäßig für einen Fehlalarm sorgen würde (in einer sehr staubigen Umgebung oder an Orten, wo Tätigkeiten durchgeführt werden, die Rauch erzeugen). Der Wärmemelder funktioniert thermostatisch. Der Alarm wird ausgelöst, wenn die vorgegebene Temperaturschwelle überschritten wird. Er ist ebenso ein Temperatur-Differentialmeter, wenn er bezüglich der Schnelligkeit des Temperaturanstiegs reagiert.
  • Flammenmelder
Diese Detektoren reagieren auf die von den Flammen erzeugten Strahlen. Sie besitzen eine Zelle, die UV-Strahlen oder Infrarotstrahlung erkennt und sind sehr effizient, wenngleich nicht so frühzeitig wie Rauchmelder, denn der Alarm wird erst ausgelöst, wenn das Feuer bereits ausgebrochen ist. Ein Brandschutz-Sprinklersystem oder ein Feuerlöscher können dennoch verhindern, dass sich das Feuer ausbreitet, und dank des ausgelösten Alarms können die Räumlichkeiten evakuiert werden.
  • Analysedetektoren
Es gibt auch multipunktuelle Detektoren, die die Zusammensetzung der Luft der zu schützenden Orte analysieren, um somit das Vorhandensein von Partikeln zu erkennen, die auf den Beginn eines Brennvorgangs hindeuten. Die Entnahmeröhrchen transportieren die Luft zu einer Analyseeinheit. Dieses äußerst spezifische und kostenintensive System hat den Vorteil, bei einem ausbrechenden Feuer sehr frühzeitig Alarm zu schlagen.
  • Rauchmelder
Der Rauchmelder ist bei Privatpersonen sehr stark verbreitet. Dieses Gerät erfasst die Präsenz von Rauch in der Luft und erkennt ebenfalls mögliche Brandausbrüche. Er wird auch als autonomer Rauchwarnmelder bezeichnet und umfasst tatsächlich zwei Funktionen: die Erkennung von ungewöhnlichem Rauch und die Warnung der Bewohner der betroffenen Wohneinheit durch einen akustischen Alarm.

Wie funktioniert ein durch Raucherkennung gesteuerter Feuermelder?

Rauchmelder sind kleine, einfache und oftmals zylinderförmige Gehäuse, die an einer Wand oder Decke angebracht werden. Nach ihrer Installation geraten sie schnell in Vergessenheit, da sie eigenständig funktionieren. Beim Ausbruch eines Feuers – sowohl tagsüber als auch nachts – erzeugen die Detektoren einen lauten akustischen Alarm, damit die Bewohner der betroffenen Wohnung schnell handeln können: das Feuer löschen, bevor es sich verbreitet, das Haus verlassen oder schnell den Rettungsdienst benachrichtigen.
Der Sinn eines Feuermelders besteht nämlich nicht nur darin, die Präsenz von Rauch zu erkennen, sondern vor allem sehr frühzeitig gewarnt zu sein, bevor sich die Bewohner in Gefahr befinden. 80 Prozent der 350 Brandtoten ergeben sich übrigens aus der Vergiftung durch giftige Gase. Die Flammen sind also nicht die einzige Gefahr, weshalb es wichtig ist, dass der Alarm ab dem Ausbruch des Feuers in der Wohnung ausgelöst wird.

Ein Rauchmelder funktioniert mithilfe eines fotoelektrischen Sensors. Wenn das von diesem Sensor aufgenommene Licht durch Rauchpartikel getrübt wird, wird der Alarm ausgelöst und das akustische Signal ertönt. Ein leistungsfähiger Rauchmelder muss einen Alarmton in einer Lautstärke bieten, die ausreicht, um schlafende Bewohner sowohl tagsüber als auch nachts aufzuwecken. 70 Prozent der Todesfälle im Zuge eines Brandes geschehen in der Nacht.

Manche Feuermelder sind an das Stromnetz der Wohnung angeschlossen, die meisten Geräte verfügen jedoch über eine oder mehrere elektrische Batterien. Um den Alarm regelmäßig testen zu können, besitzen manche Melder eine Testtaste: Durch ein einfaches Betätigen dieser Taste kann der Bewohner somit überprüfen, ob das Signal im Notfall erklingt. Entdecken Sie all unsere Produkte

Feuermelderpflicht für alle Wohnungen

Es ist erwiesen, dass ein Rauchmelder Leben retten kann. In Ländern, in denen die Installation eines solchen Melders gesetzlich vorgeschrieben ist, konnte die Anzahl der Brandtoten halbiert werden. In Deutschland ist die Anbringung eines autonomen Rauchwarnmelders für die meisten Bundesländer bereits verpflichtend. Die wenigen Ausnahmen befinden sich derzeit noch in einer Übergangsfrist, bis die Regelung in naher Zukunft rechtskräftig wird.

Alle Wohnungen müssen demnach über mindestens einen autonomen Rauchmelder mit CE-Kennzeichen verfügen, der einen lauten Signalton erklingen lässt, um jeden Bewohner der Wohnung zu warnen. In einem Wohnraum, der mehrere Etagen umfasst, empfiehlt es sich zudem, nicht nur einen Melder pro Wohnung, sondern pro Etage anzubringen.

Wird die Wohnung von einem Mieter bewohnt, so sollte der Feuermelder bei der Wohnungsübergabe gemeinsam vom Eigentümer und Mieter überprüft werden. Im Anschluss ist es die Aufgabe des Mieters, sich um die regelmäßige Wartung zu kümmern und die Funktionstüchtigkeit sicherzustellen. Dies gilt insbesondere für das Wechseln der Batterien, wenn dies erforderlich ist. Der Bewohner (egal, ob Mieter oder Eigentümer) muss seiner Versicherung des Weiteren eine Bescheinigung zukommen lassen, die bestätigt, dass die Wohnung über einen Feuermelder verfügt.

Installation des Feuermelders

Der Wohnungseigentümer hat die Aufgabe, seine Wohnung mit einem autonomen Rauchwarnmelder auszustatten, um die geltenden Gesetze einzuhalten. Um die Funktionstüchtigkeit sowie die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten, müssen bei der Installation des Feuermelders einige Regeln beachtet werden: Das Gerät muss an einem zentralen Punkt der Wohnung in der Höhe (idealerweise an der Decke) angebracht werden. Dabei sollte man sich von der Küche und dem Badezimmer entfernen, weil Wasserdampf und Dunst vom Kochen einen Fehlalarm auslösen könnten. Es sollte außerdem nahe des wichtigsten Schlafzimmers angebracht werden, damit man ihn nachts hören kann. Eine den Regeln folgende Installation garantiert die Funktionstüchtigkeit des Feuermelders und außerdem die Sicherheit der Bewohner.

Richtige Wahl des Feuermelders

Feuermelder kann man zu den verschiedensten Preisen finden. Berücksichtigen Sie für die richtige Wahl die gesetzlichen Empfehlungen und prüfen Sie gründlich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn es um Sicherheit geht, sollte man nicht am falschen Ende sparen! Der Preis hängt von den verschiedenen Produktkomponenten, Optionen (Insektengitter, Kompatibilität mit Wohnwagen etc.) sowie dem verwendeten Batterietyp ab. Er kann mit einer Alkalibatterie oder Lithiumbatterie ausgestattet sein und die Lebensdauer kann von einem bis zu zehn Jahren schwanken. Dies ist ein zusätzlicher Kostenpunkt und eine Einschränkung, die Sie beim Vergleichen der unterschiedlichen Produktpreise beachten sollten.

Denken Sie auch über die Möglichkeit nach, sich einen smarten Feuermelder zuzulegen. Ein solches Produkt verfügt ebenfalls über einen Alarm, warnt Sie jedoch zusätzlich mittels einer Meldung auf Ihrem Smartphone. Dies bietet eine zusätzliche Sicherheit, da Sie somit auch gewarnt werden, wenn Sie sich gerade im Garten oder außerhalb der Wohnung befinden. Selbst wenn Sie Tausende Kilometer entfernt sind, können Sie somit die notwendigen Maßnahmen einleiten, damit die Situation nicht eskaliert, wie etwa den Eigentümer, einen Nachbarn oder die Feuerwehr verständigen.

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